Diabetiker Kinderheim Kurheim Ferienheim Witthoh witthoh Kinderheim Heim AWO Heim Zeltlager
Was aus dem Witthoh werden soll

Hallo Leute schön daß Ihr hier seid ! Jeden Sonntag werden eure Nachrichten aktualisiert ! LG. Andreas Esslinger Ach ja einfach melden ! Whatsapp Nr. 0151-17782307



( Auch diese Seite ist in Bearbeitung und Recherche )


Was aus dem Witthoh werden soll !

Laut Schwäbischer Zeitung In den angegebenen Artikeln zum teilen

Startseite
Regional
Region Tuttlingen / Immendinge
n

Lost Place !


Vandalismus trotz Zaun und Verbotsschilder an früherem Flüchtlingsheim

Immendingen / Lesedauer: ca. 6 min


Der leerstehende Gebäudekomplex auf dem Witthoh wurde vom neuen Eigentümer zwar abgesichert, doch das bringt wenig: Der Zaun ist an mehreren Stellen beschädigt und Türen wurden wieder aufgebrochen.
Der leerstehende Gebäudekomplex auf dem Witthoh wurde vom neuen Eigentümer zwar abgesichert, doch das bringt wenig: Der Zaun ist an mehreren Stellen beschädigt und Türen wurden wieder aufgebrochen.
Trotz einer teuren Absicherung geht es auf dem Witthoh mit Vandalismus, Müllbergen und wilden Graffitis gerade so weiter. Dabei gibt es Pläne für den Komplex.


(Foto: Sabine Krauss)


Veröffentlicht:21.08.2023, 17:00
Von: Sabine Krauss und Interviews mit Ove Johannsen Geschäftsführer Adventus


Artikel teilen:

Purer Vandalismus auf dem Witthoh: Trotz des Zauns und der Verbotsschilder, die der neue Besitzer um das ehemalige Flüchtlingsheim hat anbringen lassen, geht die Zerstörung weiter. Was mit dem Areal konkret passieren wird, ist indes weiterhin unklar.

Seit rund eineinhalb Jahren gehört das 12.000 Quadratmeter große Gelände auf dem Witthoh dem Projektenwickler Adventus aus Immendingen. Dieser hat große Pläne: Ein Demenzdorf oder eine Pflegeeinrichtung könnte dort entstehen, möglicherweise in Verbindung mit einem Hotel.


( Foto´s Entwürfe Adventus )


So oder ähnlich könnte sich der Projektentwickler Adventus das Demenzdorf auf dem Witthoh vorstellen. Doch ein Betreiber oder Investor fehlt noch.


"Plan B": Kommt eine soziale Nutzung nicht zustande, könnte sich Projektentwickler Adventus
hat Geschäftsführer Ove Johannsen bereits auch Entwürfe für eine touristische Nutzung angefertigt: ein kombiniertes Gelände mit einem Campingplatz und festen Ferienhäusern im Tiny–Haus–Stil könnte er sich „als Plan B“ gut vorstellen.



( Foto´s Entwürfe Adventus )

Adventus ist derzeit auf der Suche nach einem oder mehreren Investoren und Betreibern, die bereit sind, auf dem Witthoh zu bauen. Selbst würde der Projektentwickler die Planungen übernehmen.

Doch die Suche verläuft schleppend. „Es gibt durchaus Interesse an dem Projekt und es laufen auch Gespräche, aber alles ist nicht so einfach“, sagt Johannsen. Der neue Besitzer

Schuld daran ist, dass sich ein derartiges Objekt derzeit nicht mehr so rechne, wie noch vor einigen Jahren, betont der Adventus–Chef. „Die Renditeanforderung für ein solches Investment ist inzwischen ein anderes“, meint er.

Verdreifacht hätten sich die Zinsen für einen Kredit und auch in puncto Eigenkapital verlangen Banken inzwischen deutlich mehr.
Investoren und Betreiber zeigen sich verhalten

Ergo zeigten sich potentielle Investoren und Betreiber zurzeit verhalten — besonders im sozialen Bereich, so Johannsen. „Dort haben Sie auf der anderen Seite nämlich noch die gesetzlichen Pflegesätze“, macht er deutlich, dass er diese zu niedrig findet. Dazu käme noch die allgemeine Verunsicherung, was den energetischen Bereich anbelange — ausgelöst von den Politiker in Berlin, ärgert er sich.


Viele ungebetene Besucher ! 

Adventus ließ Türen und Fenster der Gebäude verrammeln. 


(Foto: Sabine Krauss)

Das Ziel ungebetener Besucher: Etliche Fenster stehen offen, manche Türen sind trotz Absicherung wieder aufgebrochen worden.  


So wird es wohl noch eine Weile dauern, bis sich auf dem Witthoh tatsächlich etwas tut. Doch: Während die Suche nach einem Betreiber läuft, schlägt sich Adventus noch mit einem ganz anderen Problem herum. Nach wie vor wird das leerstehende Flüchtlingsheim von ungebetenen Besuchern heimgesucht. „Es ist eine einzige Katastrophe“, ist Johannsen entsetzt über den Vandalismus. „Mit welcher Gewalt dort Dinge aufgebrochen werden, ist unvorstellbar.“

Das Ziel ungebetener Besucher: Etliche Fenster stehen offen, manche Türen sind trotz Absicherung wieder aufgebrochen worden.


(Foto: Sabine Krauss)

"Betreten verboten": Diese Schilder bewirken beim ehemaligen Flüchtlingsheim auf dem Witthoh nichts. 



Rund 60.000 Euro investierte das Unternehmen bereits in Absicherungsmaßnahmen. Ein hoher Bauzaun umzäunt das ganze Areal. Sämtliche offene Türen und eingeschlagene Fenster wurden mit Platten verschlossen. Doch vergeblich: Bereits nach kurzer Zeit war der Zaun an einigen Stellen eingetreten und neue Zugänge ins Gebäude aufgebrochen. „Dabei wurden Teile des Zaunes sogar herausgeflext“, schüttelt Johannsen den Kopf.

Die Schmierereien und Graffitis - darunter auch Nazi-Symbole wie Hakenkreuze - finden sich innerhalb und außerhalb des Gebäudekomplexes. Im Inneren wurde zudem alles kurz und klein geschlagen, was es noch zu zerstören gibt. Selbst Wände schlugen die Vandalen ein.


Berge von Unrat häufen sich

Ein weiteres Problem ist der Müll: Nach wie vor laden Unbekannte dort Unrat ab. Im Bereich der Garagen stapeln sich Berge davon. Alte Waschmaschinen, Matratzen, Möbelstücke, Teile von Autos: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum Menschen ihren Müll dort abladen“, sagt Johannsen. Adventus hat bereits einen Teil des Hofs aufgebaggert, um einen großen Öltank auszubauen. Doch selbst in der großen Grube liegen Autoreifen, ein Regal, ein Kühlschrank und ein Straßenpfosten.


(Foto: Sabine Krauss)


Autoreifen, ein Kühlschrank, ein Regal, ein Straßenpfosten: In der Grube, aus der Adventus einen Öltank ausbaggerte, liegt Müll.



Knapp 20 Jahre lang war der Gebäudekomplex vom Landkreis als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden, zuvor von der Arbeiterwohlfahrt als Diabetiker–Kinderheim. Doch seit die letzten Flüchtlinge 2017 auszogen, stehen die Gebäude leer und verkommen immer mehr.


Empfohlene Artikel


Eingeschlagene Scheiben, vermülltes Grundstück: Was wird aus dem Schandfleck auf dem Witthoh?



(Foto: Sabine Krauss) 
Berge von Müll stapelt sich in den Garagen.

Immendingen Flüchtlingsheim


Vandalen wüten auf dem Witthoh: Flüchtlingsheim verkommt zu "Schandfleck"

Ein Abriss kommt für Adventus aktuell noch nicht in Frage. Zum einen aus finanziellen Gründen, da noch nicht feststeht, was mit dem Objekt passiert. Zum anderen, da es sich baurechtlich um einen Außenbereich handelt: Solange dort noch Gebäude stehen, gibt es einen Bestandsschutz für spätere Bauten.
Für Bürgermeister ist es ein Schandfleck

Auch die Gemeinde Immendingen ist interessiert daran, dass sich auf dem Witthoh bald wieder etwas Sinnvolles abspielt. „Es ist ein Schandfleck, den hat keiner gerne auf seiner Gemarkung“, sagt Bürgermeister Manuel Stärk.



Das Rathaus stehe mit Adventus in regelmäßigem Austausch, beteilige sich aber „nicht pro–aktiv“ an der Suche nach einem Investor oder Betreiber. Für ihn und auch den Immendinger Gemeinderat seien sowohl eine soziale, wie auch eine touristische Nutzung vorstellbar. „Das werden wir auch unterstützen“, sagt er im Hinblick auf Baurecht und Genehmigungen.


Was Immendingen allerdings auf keinen Fall möchte, ist, dass auf dem Witthoh ein neuer Ortsteil entsteht. Denn: Das Gelände dort würde sich auch für den Bau einer kleinen Wohnsiedlung eignen — für Naturliebhaber und Menschen, die es gerne ruhiger haben. „Nicht, weil wir uns in Immendingen gegen Wachstum stellen“, betont Stärk. Doch es wäre die Gemeinde, die etliche weitere Aufgaben stemmen müsste — angefangen bei der Frage nach Kindergärten und dem Transport der Schulkinder.


Jeder ist selbst schuld, wenn was passiert!

Bei Adventus überlegt man mittlerweile, den Bauzaun wieder abzubauen und stattdessen einfach nur eine Reihe von „Betreten verboten“-Schilder aufzustellen. Er sei seiner Verkehrssicherungspflicht nachgekommen, mehr könne man kaum tun, betont Johannsen.

Ohnehin ist die Rechtslage so: Wer das Privatgelände trotz des offensichtlichen Verbots betritt, ist selbst schuld, wenn ihm dort etwas passiert, hatte das Polizeipräsidium Konstanz in einem früheren Artikel zum Witthoh–Areal erklärt.








Ich möchte mich bei allen Unterstützern bedanken! Marion, Anja, Birgit, Sabine, Muriel, Nicole, Birte, Jessi, Manuela, Ilse ! Andi, Elmar, Sascha, Thorsten, Marco, Roland Wolfgang ! Danke für eure Nachrichten, Bilder, und Informationen! LG. Andy

Nach oben